EIN STADTBAUM MACHT NATUR.

EINE HOLPRIGE ANREISE

Gut, dass unsere Wanderbienen sich nicht so leicht alle Knochen brechen können. Sonst hätte der Umzug vom EISENBAUM zum Rosarium wohl dramatische Folgen haben können. 

Auf der Wasserwerksallee bilden die hohen Sommerlinden zwar einen beeindruckenden kathedralenartigen Raum über dem alten Kopfsteinpflaster. Die über 100 Jahre alte und etwa zwei Kilometer lange Lindenallee ist die ehemalige Zufahrt zum 1905 im Jugendstil erbauten und sehr sehenswerten Wasserwerk der Stadt Hattersheim am Main. Dieses Pflaster hat es allerdings in sich – es ist stark überwölbt, großformatig und damit sehr holprig. Unseren Bienenwagen hat es auf der Anreise also ganz ordentlich durchgerüttelt. Soweit wir es überblicken können, ist aber keine unserer Wandererbienen zu schaden gekommen und nun heißt es wieder schwärmen und genießen.
 

BETÖRENDER LINDENDUFT FÜR MENSCH UND TIER

Im Gegensatz zum Tiefflug über die Wiesen am Eisenbaum geht es hier, wie schon erwähnt hoch hinaus zu den Blüten der Sommerlinden. Wie auch die Kolleginnen und Kollegen im Staatspark Wilhelmsbad können die Bienen hier sehr ergiebigen Nektar sammeln. In der Allee summt es daher überall denn der Lindenduft wirkt nicht nur für uns Menschen betörend.

WAS KOMMT NACH DER SOMMERLINDE?

Da die Sommerlinde eine frühblühende Sorte ist, müssten wir recht schnell über einen neuen Standort für die Wanderschaft nachdenken. Glücklicherweise liegt am Ende der Allee ein Rosarium und der Bienenwagen steht direkt an der Ecke der Wasserwerksallee. Während der Lindenblüte können die Bienen also schonmal an den Rosen naschen und wenn die Blüten der rund 6.500 Pflanzen voll entwickelt sind, finden sie dann ausreichend Nektar und Pollen für die nächsten Wochen. 

Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um einen Garten der kunstvoll mit ungefähr 100 Rosensorten aus aller Welt bepflanzt ist. Das Rosarium in Hattersheim wurde 1997 angelegt. Es war das erste Regionalpark-Projekt und erinnert an den im vergangenen Jahrhundert in Hattersheim verbreiteten Rosenanbau. Schnittrosen wurden von hier aus in alle Welt versandt.

AUF, ZU DEN WÄLDERN DIESER WELT!

Die dritte Station auf unserer Wanderung auf dem nordwestlichen Abschnitt der Regionalpark Rundroute wird dann das Arboretum zwischen Sulzbach und Eschborn sein. Auf die Baumbestände aus allen Kontinenten würden sich die Bienen bestimmt schon freuen, könnten wir Ihnen davon erzählen. 

STANDORTINFO

Vom 27. Juni bis 15. Juli 2016

Wasserwerkallee & Rosarium
Wasserwerkchaussee 1
65795 Hattersheim am Main


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