HONIGTAU AUS DEM ARBORETUM.

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Der Abschied fiel nicht so schwer. Da die Lindenblüte an der WASSERWERKSALLEE schon eine Weile zu Ende und auch bei den Rosen nicht mehr so viel zu holen war, ging es im Morgengrauen zur nächsten Station.

BRIEFMARKEN SAMMLEN KANN JEDER – HIER WERDEN BÄUME GESAMMELT.

Seit ein paar Tagen nun, steht der gelbe Bienenwagen im Arboretum zwischen Sulzbach, Schwalbach und Eschborn. Nachdem man im Süden die SAFARIROUTE gekreuzt hat, stößt man praktisch unmittelbar auf unsere Wanderschaft. Im Arboretum – was der Fachbegriff für eine Sammlung von Bäumen ist – finden sich über 600 Baum- und Straucharten, die von der nördlichen Erdhalbkugel stammen. Bei einem Spaziergang durch 37 typische Waldgruppen kann man so von Mitteleuropa über Kleinasien und den Himalaya bis nach China, Japan und Nordamerika wandern. Zwar beherbergt das Arboretum, bedingt durch seine große Artenvielfalt, auch spät blühende Bäume und Gehölze wie den Japanischen Schnurbaum, den Götterbaum oder die Waldrebe und auch viel Efeu, die alle noch reichlich Nektar spenden. Zum nahenden Ende der Bienensaison sind aber die meisten Nektarpflanzen bereits verblüht und haben ihren Samen ausgebildet. So spielt in diesen Wäldern der Honigtau als Nahrungsquelle eine besondere Rolle. 

WAS KLEBT DENN HIER?

Wer kennt nicht die klebrigen Flecken, die von den Bäumen auf Gartenmöbel oder parkende Autos tropfen? Der so genannte Honigtau stammt aber nicht direkt von den Bäumen. Es handelt sich um ein zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt der dort lebenden Blatt-, Schild- oder Rindenläuse. Gerade in der ausgehenden Bienensaison ist dieser Honigtau dann eine beliebte Nahrungsalternative für unsere Bienen. Er wird von ihnen zum bekannten Waldhonig verarbeitet.

Bei so vielen Baumarten, ist die Chance auf Honigtau zu treffen für unsere Bienen natürlich groß. Die Farbe und das Aroma des Honigs wechseln dabei je nach Baumbestand: die unterschiedlichen saugenden Schädlingen „befallen‟ nämlich verschiedene Bäume und entwickeln jeweils einzigartigen Honigtau. So entstehen dann einzelne Sorten wie Fichten- oder Tannenhonig.

WARUM BIENEN EIGENTLICH WANDERN.

Nach nun drei Stationen, merken unsere Bienen vielleicht auch, warum wir sie auf Wanderschaft geschickt haben. Die unterschiedlichen Landschaften der Region bieten zu jedem Zeitpunkt in der Bienensaison jeweils ganz spezifische Vorteile und diese wollen wir den fleißigen Wanderern natürlich zu gute kommen lassen. Das ist übrigens keine ganz neue Erfindung. Nachdem der Mensch den Honig und die Nützlichkeit der Bienen entdeckt hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis die Bienen Ihre erste Wanderung antraten. Die GRAPHIC NOVEL auf dem Bienenwagen im Arboretum berichtet darüber, wie die Bienen mobil wurden. Schauen Sie sich das doch mal vor Ort an, bevor unsere Bienen von hier aus ins Winterlager weiterziehen.

STANDORTINFO

Vom 15. Juli bis 16. September 2016
 
Arboretum
Eschborner Straße 32
65843 Sulzbach (Taunus)

Der Wagen befindet sich in der Wiese neben dem Weg ca. 200 Meter vom Eingang bei Sulzbach entfernt.

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