AM EISENBAUM IST DIE WIESE MAGER UND DIE BEUTE FETT.

FAST SCHON ALPINE AUSSICHTEN

Unsere Bienen sind begeistert: Was gibt es schöneres als den Projektauftakt mit solch’ einer Aussicht einzuläuten? Nicht umsonst wird die Landschaft rund um den Eisenbaum als “Flörsheimer Schweiz” bezeichnet. 

Nicht nur, dass man sich auf der Aussichtsplattform des Eisenbaums vorkommt wie auf einem Berggipfel, der den Blick in die Weite der Mainebene ermöglicht, sondern auch die geologische Entstehung – eine Besonderheit in der Rhein-Main-Region – erinnert an die der Alpen. Der aus Kalkstein bestehende Untergrund ist durch Verwerfungen zu einer markanten Hügellandschaft mit tiefen Taleinschnitten, Steilhängen und Ebenen geformt worden.

Wir wissen nicht genau, ob die Bienen von der beschriebenen Aussicht tatsächlich genauso begeistert sind wie Sie es sein werden, wenn Sie den Eisenbaum erklommen haben. Über die Vielfalt der Pflanzen, die der magere Kalkboden hervorbringt freuen sich die Bienen aber ganz sicher. Auf den wasserdurchlässigen, nährstoffarmen und sandigen Hangstandorten gedeihen Trespen-, Halbtrocken- und Sandrasengesellschaften besonders gut und entwickeln dort ihren reichen Blütenflor. Gerade im Frühsommer bietet der Artenreichtum auf den Wiesen und an den Wegränder eine ausgezeichnete Nektar- und Pollenquelle für unsere Bienenvölker auf Wanderschaft.

MAGERE WIESEN FÜR SELTENE PFLANZEN

Der Begriff der “Kalkmagerwiese” ist also ein bisschen verwirrend, wenn wir von der Blütenpracht in der Gegend zwischen Hochheim und Flörsheim schwärmen. “Mager” ist hier nur der Boden und das anstehende Kalkgestein ist für die Rhein-Main-Region tatsächlich selten. Deshalb stehen auch etliche Areale in der Flörsheimer Schweiz unter Natur- und Landschaftsschutz. Sie sind von floristisch herausragender Bedeutung, denn hier kommen allein dreizehn Pflanzenarten vor, die auf der „Roten Liste” des Landes Hessen und der Bundesrepublik als “gefährdet” oder “vom Aussterben bedroht” eingestuft werden. Darunter befinden sich das Wiesenhabichtskraut, die Kalk-Aster, das Ohrlöffel-Leimkraut, der Steppenfenchel und der Feld-Mannstreu, eine leicht zu erkennende Trockenpflanze mit kaum welkenden, dornigen Blättern.

BESUCHEN SIE DEN EISENBAUM BEI HATTERSHEIM AM MAIN

Schauen Sie doch mal nach, ob die Bienen wirklich so beeindruckt sind von der Aussicht vom Eisenbaum in Richtung Odenwald, Taunus und Rheinhessen bzw. in die Rhein- und Mainebene, die sich dazwischen ausbreitet und die voller Bewegung ist – einem Bienenstock nicht ganz unähnlich.

Bevor der Bienenwagen umzieht und sich unsere Wanderbienen auf die Lindenblüten und Rosen an der WASSERWERKSALLEE BEI HATTERSHEIM stürzen können heißt es also erstmal: Guten Appetit und viel Freude bei der Aussicht!

STANDORTINFO

Vom 11. bis 27. Juni 2016

Eisenbaum 
Wiesenmühle 11
65439 Flörsheim am Main


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