LICHT UND SCHATTEN AM HOFGUT PATERSHAUSEN.

Es war keine lange Wanderung vom REGIONALPARK PORTAL WETTERPARK OFFENBACH zum neuen Standort am Hofgut Patershausen – aber die Umgebung unserer Bienen ist hier eine gänzlich andere. Statt der städtisch geprägten Natur auf dem Buchhügel finden sie hier, auf der weitläufigen Waldlichtung zwischen Heusenstamm und Dietzenbach, eine Mischung aus idyllischer Natur und zurückhaltender Bewirtschaftung. Die vom Bieberbach durchflossene Lichtung mit dem klangvollen Namen “Nachtweide von Patershausen” ist ein knapp 18 Hektar großes Naturschutzgebiet. Es grenzt an das Hofgut Patershausen, einen ein landwirtschaftlichen Betrieb, der nach biologisch-dynamischen Vorgaben des Demeter-Verbands bewirtschaftet wird.

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WEIDEN, KRÄUTER UND HONIGTAU RUND UM DAS HOFGUT PATERSHAUSEN.

Bevor die Bieber auf ihrem Weg zur Rodau wieder in den Wald eintaucht, durchquert sie eine vielfältig Landschaft mit artenreichen Mäh- und Feuchtwiesen sowie langen Baumreihen an den Ufern. Ein idealer Lebensraum für viele Vogelarten, darunter einige gefährdete. Die Weiden und Obstbäume des Hofguts und ein großer Park bieten darüber hinaus abwechslungsreiche Nahrung für unsere Wanderbienen. Gerade am Waldrand, dem Ufersaum oder an den Wegrändern finden sie zahlreiche spätblühende Stauden und Kräuter. Dazu zählen der Efeu, die Wegwarte, das Weidenröschen und die wilde Möhre. Insbesondere über den Efeu als  späten Nektarspender, der außer am Waldrand auch in alten Parks oder im Umfeld von Gebäuden zu finden ist, freuen sich die fleißigen Nektarsammler.

Und reicht das Blütenangebot nicht mehr aus, so finden unsere Bienen, ähnlich wie ihre Kolleginnen im ARBORETUM, in den umgebenden Wäldern oder an den großen Parkbäumen ausreichend Honigtau.

DIE BIENEN BITTEN ZUM TANZ.

Die Nachricht, wo es gerade das beste Nahrungsangebot gibt, kommunizieren die Bienen untereinander übrigens durch ausgeklügelten Bewegungsmuster. Man könnte fast meinen Sie tanzen. Im Jahr 1973 gab es für die Entdeckung des “Schwänzeltanzes” sogar einen Nobelpreis. Wie das genau funktioniert, haben die Künstler Florian Haas und Andreas Wolf auf dem Bienenwagen ausführlich und unterhaltsam dargestellt..

KLEINE MILBE – GROSSE WIRKUNG.

Bevor unsere Wanderbienen auf die Winterruhe vorbereitet werden, beginnen die Imker im Spätsommer mit der Behandlung gegen die Varoamilben. Der Befall mit dieser Milbe gilt als eine der Hauptursachen für des weit verbreitete Bienensterben. Dabei schädigt nicht nur die Milbe, die Larven aussaugt und Bienen schwächt, das Bienenvolk. Vor allem die, durch die Milbe übertragenen Viren sorgen für den Zusammenbruch des Bienenvolks.

Ohne eine Behandlung durch die Imker, hätten unsere Wanderbienen also nur schlechte Überlebenschancen. Und da die Behandlung für die Bienen recht stressig ist, kommt Ihnen der Standort am Hofgut Patershausen sehr zu Gute. Da der Biobetrieb – der übrigens auch einen kleinen Hofladen hat – auf Pestizide verzichtet, wird das Volk durch diese nicht noch zusätzlich belastet. Wenn alles gut läuft, können wir unsere Wanderbienen also auch im kommenden Jahr auf Ihrer Tour durch die Region begleiten.

STANDORTINFO

Vom 8. August bis Saisonende

Nachtweide bei Patershausen
Hofgut Patershausen
Patershäuser Hof 1
63150 Heusenstamm

Der Wagen befindet sich in der näheren Umgebung.

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