PIONIERE IN DER STADTLANDSCHAFT.

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DIE WANDERBIENEN SIND AUF KURZTOURNEE

Endlich – nach der langen Anreise freuen sich unsere Wanderbienen nun besonders auf die Brombeer- und Himbeerblüten, die auf der ehemaligen Deponie wachsen. Aber der Reihe nach.

Während der erste Bienenwagen schon seit Anfang Juni am Eisenbaum in der Flörsheimer Schweiz steht und auch der zweite schon seinen Standort im Staatspark Wilhelmsbad bezogen hat, war der dritte Bienenwagen erst noch auf einer kleinen Tournee: Zuerst ging es am 25. Juni in das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Hier nahm die Auseinandersetzung der Künstlergruppe finger mit den Bienen vor vielen Jahren ihren Anfang. Auf dem Dach des MMK stehen schon seit 2008 zwölf Bienenstöcke, die rund 650.000 Bienen beherbergen. Gleich am nächsten Tag haben die Künstler dann noch zum 25-jährigen Geburtstag des Grüngürtels gratuliert und den Bienenwagen mit zum alten Flugplatz in Bonames genommen.

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RENATURIERUNG VON EXTREMFLÄCHEN

Pünktlich am Montagmorgen war dann Arbeitsbeginn für unsere Wanderbienen auf der alten Deponie. Zwischen dem Ortsrand von Mörfelden-Walldorf und dem Oberwaldsee summt es seitdem gewaltig. Die steilen Hänge der künstlichen Landschaft werden kräftig von der Sonne beschienen und trockenen nach einem Regen schnell wieder ab – die ehemaligen Kahlflächen bieten eine ideale Umgebung für viele Pionierpflanzen. Naturkatastrophen wie Waldbrände, Stürme oder Überschwemmungen hinterlassen üblicherweise solche Flächen. Auch bei der Renaturierung ehemaliger Nutzflächen bedient man sich der Pionierpflanzen. Bei der Pflanzung wurden viele Lücken für das Wachstum von dauerhaften Sträuchern gelassen, die sich zwischen den Brombeeren und Kräutern langsam entwickeln.

Auch die für die Wanderbienen so ergiebigen Brombeeren gehören zu dieser Pflanzengattung. Nochdazu bringen die schönen fünfblättrigen Blüten große Mengen an Pollen hervor über den sich die Bienen dankbar hermachen. Ob sie dabei auch ein Auge für Ihre weitere Umgebung haben, ist nicht belegt. Wir empfehlen aber, ruhig mal bis ganz hoch auf die Deponie zu fliegen – oder besser: zu wandern. Der Ausblick ist beeindruckend – hinter der Skyline Frankfurts breitet sich der Taunushang gut erkennbar aus.

BIENEN ALS SCHADSTOFFFILTER

Die Künstlergruppe finger empfiehlt unseren Bienen übrigens, auf das deutliche Rauschen der nahen Autobahn A5 zu achten – all zu schnell würde man auf einer der unzähligen Windschutzscheiben landen. Das kann Ihnen natürlich nicht passieren und auch über die Schadstoffe, die vielleicht im Honig landen könnten, brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Bienen sind auch diesbezüglich zuverlässige Helfer und filtern alles Schädliche für uns aus dem Honig.

STANDORTINFO

Vom 14. Juli bis 15. August 2016

Alte Deponie am Oberwaldsee
An der Schnepfenschneise 7
64546 Mörfelden-Walldorf


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